
Ende Februar lud die Ortsgemeinde die Pächterinnen und Pächter zum jährlichen Pächter-Höck nach Wienacht-Tobel ein. Ortsgemeindepräsidentin Martina Oehry begrüsste die vollzählig erschienenen Landwirtinnen und Landwirte sowie Vertreter der politischen Gemeinde. Sie berichtete über anstehende Aufgaben sowie das Jahresprogramm der Ortsgemeinde. Anschliessend übergab Martina Oehry das Wort an Jens Junkert, Inhaber der Weinkellerei WeinWerk Wienacht AG.
Im Rahmen eines Rundgangs führte der gelernte Önologe die Gäste durch den Familienbetrieb und gewährte interessante Einblicke in die Abläufe der Weinproduktion sowie den Vertrieb. Seit 2022 wird vor Ort gekeltert, 2023 erfolgte die Eröffnung der WeinWerk Wienacht AG. Neben Jens Junkert sind sein Vater Rolf im Verkauf und Vertrieb sowie seine Frau Denise in der Buchhaltung und Administration tätig. Ergänzt wird das Team durch Heinz Rohner, einen erfahrenen Mitarbeiter im Bereich Reben.
Mit drei Rebbergen in zwei Kantonen werden sowohl traditionelle als auch innovative Rebsorten bewirtschaftet. Besonderes Augenmerk gilt der Förderung von Biodiversität und Artenvielfalt. Durch gezielte Massnahmen wird darauf geachtet, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen stetig zu verbessern. Auf Herbizide wird konsequent verzichtet, die Bearbeitung der Rebberge erfolgt ausschliesslich mechanisch. Nach rund 30 Jahren werden die Reben durch Jungpflanzen ersetzt. Bis diese einen nennenswerten Ertrag liefern, vergehen in der Regel drei bis vier Jahre.
Nach der «Wimmet» im Herbst gelangen die Trauben in die Produktion, wo sie bis zu drei Tage im Kühlraum zwischengelagert werden können, bevor sie weiterverarbeitet werden. Die schonende Kaltverarbeitung trägt dazu bei, den Geschmack bestmöglich zu erhalten. In der Weinkellerei verleiht der Önologe den Weinen mit seiner Erfahrung und persönlichen Handschrift die Finessen. Weiss- und Roséweine werden mit Hilfe einer Temperatursteuerung in Stahltanks vergoren, während die Rotweine im Barriqueraum in Eichenfässern reifen. Während der Zeit im Holzfass verfeinern sich die Gerbstoffe und der Wein entfaltet seine Aromatik. Nach rund zwölf Monaten werden die Fässer geleert und durch einen Lohnabfüller in Flaschen abgefüllt. Durch die nachträgliche Etikettierung wird eine grösstmögliche Flexibilität gewährleistet. Die Jahresproduktion beträgt bis zu 20’000 Flaschen, ab 2027 soll das Sortiment zudem durch ein alkoholfreies Produkt ergänzt werden.
Der Pächter-Höck fand bei einem gemütlichen Nachtessen im Eventroom seinen Ausklang mit fachlichem Austausch, Geselligkeit – und selbstverständlich einem Glas Wein.
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